Erkämpfter Sieg gegen Lausanne - reguläres Barnetta-Tor aberkannt

Vor 12'503 Zuschauern gewinnt der FC St.Gallen 1879 zuhause gegen Lausanne mit 2:1 und festigt Platz 5.

Tranquillo Barnetta
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Es hätte das perfekte Comeback werden können: In der 23. Minute spielte Tranquillo Barnetta einen schönen Pass rechts raus zu Marco Aratore, der flankte gleich wieder zur Mitte zurück, wo Barnetta wunderbar zum 1:0 traf. Das Stadion befand sich bereits im kollektiven Freudentaumel, doch der Mann an der Linie hielt sein Fähnchen in die Höhe. Das Tor wurde aberkannt.  Dazu hatte Barnetta noch früh eine Gelbe Karte bekommen, weil er einen Freistoss zu früh ausgeführt hatte - irgendwie schien alles ein bisschen verhext aus Sicht des Rückkehrers. Nach 45 Minuten stand es noch torlos, obwohl die Espen das Spiel diktierten.

Nach der Pause, und das freute Trainer Joe Zinnbauer besonders, liess sein Team nicht nach. Grün-Weiss etzte den Gegner weiter unter Druck und bestimmte weiterhin die Partie. So spielte Barnetta in der 52. Minute mit Albian Ajeti auf der linken Seite einen Doppelpass, drang dann in den Strafraum ein und schoss. Gétaz ging gerade noch dazwischen und verhinderte so das 1:0 - vorerst. Barnetta und Gétaz mussten gepflegt werden, so dass Aratore anstelle Barnettas den vierten Corner trat. Und dessen Flanke fand Hagguis Kopf, der zur Führung einnickte.

Vier Minuten später wurde die Freude der Grün-Weissen getrübt. Kololli trat einen Freistoss von der linken Seite und erwischte Daniel Lopar in der nahen Ecke. Die Mauer liess ihren Hintermann jedoch auch etwas im Stich. Aber die Espen liessen sich von diesem Rückschlag nicht verunsichern und spielten weiter nach vorne. Zinnbauer wechselte zudem Yannis Tafer für Roman Buess ein.

Und Tafer rechtfertigte seine Einwechslung in der 70. Minute mit einer herrlichen Direktabnahme in den Lauf von Ajeti. Der wurde zwar noch verfolgt von Monteiro, doch der Stürmer schüttelte seinen Gegenspieler wie eine lästige Fliege ab und schob eiskalt zum 2:1 ein - sein sechstes Tor in den letzten acht Spielen.

Drei Minuten später machte Monteiro erneut keine gute Figur. Der Verteidiger liess sich im Frust zu einem gelbwürdigen Foul an der Seitenlinie an Barnetta hinreissen. Und weil er schon verwarnt gewesen war, durfte der Lausanner frühzeitig duschen gehen.

Auch die restlichen 20 Minuten brachten die St. Galler souverän über die Runden. Einzig in der 87. Minute musste Lopar vor Ben Khalifa klären, doch wirklich gefährlich kamen die Gäste nicht mehr vor sein Tor, so dass im ersten Heimspiel mit Quillo gleich der erste Dreier gefeiert werden konnte - auch wenn das erste Tor Barnettas, das dann auch gegeben wird, noch auf sich warten lässt. Vielleicht passiert es ja bereits nächsten Samstag in Bern.

Quelle: FCSG.ch